Der Titel des ersten Albums von T BurnA, Rapper aus Neuss bei Düsseldorf, ist leicht zu erklären. „Wut“ existierte zuerst als Demo, jetzt ist daraus ein richtiges Album mit 18 Tracks entstanden. Mit Wut und gleichnamiger Nummer beginnt die Scheibe auch und rechnet aggressiv rappend schonungslos mit seiner Mutter ab: „Bitch, du hast meine Kindheit gefickt“. Auch im weiteren Verlauf nimmt T BurnA kein Blatt vor den Mund und rappt über „Besseres Leben“, „Trauer“ und „Willensstärke“. Drogen haben sein bisheriges Leben bis zum Gedanken an Selbstmord bestimmt: „Aus dem Kopf“ (Devil Rmx). Es ist ein dunkles Album über die schwierigen Seiten des Lebens, über Verzweiflung, Hass und Hoffnungslosigkeit. Auf Inszenierungen und Plattitüden verzichtet T BurnA, es gibt keinen Zweifel, dass er hier offen und ehrlich seinen Gefühlen freien Lauf lässt, er rappt direkt und ohne Umschweife, die Message ist klar. Allzu viel Abwechslung darf dabei nicht erwartet werden, Wut ist das bestimmende Thema auf allen Tracks, die Beats ordnen sich dem unter. Lediglich eine Nummer fällt da aus dem Rahmen, „Komm Her“, ist aber auch nicht wirklich gelungen. Erst am Ende gibt es auf „Morgenstunden“ und „Alcatraz“ andere Facetten und ein bisschen Entertainment. Kraft hat T BurnA wohl im Glauben gefunden, wie „Heiliger Vater“ zeigt. Wer sich nicht daran stört, dass das Album zu einseitig ist, findet hier eine Scheibe, die unglaublich kraftvoll, überzeugend und berührend ist. Wertung 8/10.