Ist das das Comeback, auf das wir alle gewartet haben? Das Comeback der wohl erfolgreichsten Boygroup aller Zeiten? Die Zeiten haben sich geändert seit der Gründung von Take That im Jahr 1991. Ein britischer Musiker dominiert den Markt: Robbie Williams. Und der ist nicht (mehr) Take That. Nun gehen ausgerechnet die vier Ex-Stars das Comeback an, von denen in den letzten Jahren nichts zu hören war und die unter notorischer Erfolgslosigkeit litten. Kann das gut gehen? Es bleibt jedenfalls nicht unversucht und Take That veröffentlichen ihr erstes Album seit „Nobody Else“ aus dem Jahr 1995. Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange gehen den Versuch mit 11 lässig produzierten Popsongs an. Reif klingt die „Beautiful World“, das liegt aber wohl nicht daran, dass Take That diesmal offiziell ihre Songs selbst geschrieben haben, sondern dass im Hintergrund erfahrene Songschreiber werkelten. Aber gut, auch Robbie Williams hat seine Songschreiber. Es ist schwierig am neuen Take That Album Kritik zu äußern, so perfekt (und stellenweise wie „Shine“ auch erstaunlich frisch) sind die Songs geschrieben, viel perfekter als zuletzt bei dem gewagten Stilmix von Robbie Williams. Perfekt für die neue alte Zielgruppe ist die „Beautiful World“: Die erwachsen gewordenen Teenies, die jetzt zurückblicken. Brav, gefühlvoll und Zeitlosigkeit vorgaukelnd, das sind die neuen Take That. Solche Musik passt natürlich zu Weihnachten. Der Erfolg sollte den einstigen Stars so nicht verwehrt bleiben, im Gespann sind sie wieder stark, indem sie die gute alte Zeit verkaufen. Wer sich dem Schein hingeben will, wird hier seine Erfüllung finden. Wertung 6/10.