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Swollen Members - Black Magic
TVT Records VÖ: 15.09.2006

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Intellekto-Rap aus Kanada. So bezeichnen Mad Child, Prevail und Rob the Viking ihren Style stolz. Hip-Hop-konformen Hörern sind die Swollen Members ein Begriff. Aber trotz jahrelanger Kollaborationen mit Rap-Biz-Größen wie Everlast oder Jurassic 5, bleiben sie in der internationalen Community ein Geheimtipp. Jetzt veröffentlicht Kanadas bekannteste Rap-Kombo ihr viertes Album „Black Magic“. Und das könnte ihren Bekanntheitsgrad enorm steigern. Durch den Ausstieg des souligen Sängers Moka Only im letzten Jahr verlieren die Swollen Members auf ihrem neuen Album den letzten Funken pop flava. „Black Magic“ erinnert stark an den düsteren 90er-LA-Sound von Cypress Hill. Nichts zum Bouncen, keine Jiggy-Beats, kein Arschwackel-Potential. Doch entgegen dem heutigen Verständnis von Hip Hop, ist das alles nicht nötig, um ein gutes Rap-Album zu machen. Hier heißen die Zutaten intelligente Texte, aggressive Beats und düsterer Sound. Nichts, das den Hörer an einem Samstagabend in Club-Stimmung bringt. Auch nichts, das einen an einem verregneten Sonntag begleitet. „Man hört unsere Musik in der Dunkelheit. Wir sind abstrakte Künstler, machen Musik, an die wir glauben, mit Herz und Seele. Das ist unser kreativster Output“, sagt der MC Prevail über den düsteren Klang. „Ein, zwei Singles werden wir veröffentlichen, die sind spielbar im Radio. Der Rest wird der Öffentlichkeit zu heavy sein.“ Mokas Abwesenheit trägt auf jeden Fall zu einer schwereren Richtung auf diesem Album bei. Die Platte wurde in den Battle-Axe-Studios produziert. Der erste Song, der aufgenommen wurde, war „Black Magic“, der Titeltrack. Insgesamt wurden 32 Songs produziert, von denen 20 mit aufs Album genommen worden. Besonders stolz sind die Swollen Members auf „Prisinors Of Doom“ und „Massacre“ – die inhaltlich ehrlichsten Stücke der Platte. Kollabo-Partner auf „Black Magic“ sind unter anderem Ghostface Killah vom New Yorker Wu-Tang Clan, der ehemalige House-Of-Pain-Rapper Everlast, die Dilated Peoples, Mr. Vegas, sowie die Deep-Rap-Größen Hieroglyphics, The Alchemist und Planet Asia. „Black Magic“ gehört zur Sparte der Alben, die man zweimal, dreimal, viermal hören muss, um ihre Qualität schätzen zu lernen. Wertung 7/10.

Autor:
Julia Finger


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