Sumo - Was Ewig Schien Paper Avenue / Alive VÖ: 01.09.2006
Ruhig, melodisch, melancholisch und doch kraftvoll, so könnte man in wenigen Worten das Debüt der vier Berliner beschreiben. „Was Ewig Schien“ ist eine Platte die sich, fernab von großen politischen Statements, auf das konzentriert, was man so schön als das Alltägliche bezeichnet. In 13 poetischen und manchmal auch sehr philosophischen Songs beschäftigen sich El Sumo mit dem Vergessen mieser Tage (Opener „Wir Wissen Es Ist Morgen“), mit verflossenen Beziehungen („Was Ewig Schien“) oder mit der Suche nach dem Platz des Individuums in der Gesellschaft („Wer Macht Das Licht Aus“) und einseitiger Liebe („Lieblingsfarben“). Die Songs erzählen vom Weitermachen, vom Durchhalten und von Tagen an denen man einfach allein sein will. Die Stärke des Albums liegt eindeutig in den wunderschönen Melodien, die kreiert werden und die die Scheibe trotzdem nicht in den kitschigen Pop abfallen lassen. Dabei verzichtet die Band auf großes Spektakel und kommt gleich zum Punkt, sodass man sofort merkt, in welche Richtung das Album musikalisch geht. Hinzu kommt die Stimme von Sänger und Gitarrist Guillermo Morales, die zunächst vielleicht dem Ein oder Anderen etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag. Nach dem zweiten oder dritten Mal hören ist man dem Charme dieses Albums jedoch gänzlich erlegen und man merkt, dass die Texte und die Melodien genau diese Stimme brauchen um somit eine besondere Emotionalität zu vermitteln. „Was Ewig Schien“ ist ein erfrischend gutes Debüt von El Sumo. Wenn die Band dieses Niveau halten oder sogar steigern kann, so könnte für sie ein neuer Stern am Rock- Pop Himmel aufgehen. Wertung 8/10.