Die Maske ist ab: Corey Taylor, bekannt als maskiertes Mitglied der Rumpelclowns Slipknot, hat sich mit seiner Band Stone Sour ein ganz anderes Betätigungsfeld geschaffen. Und das nicht nur, weil er in dieser Kapelle unmaskiert auftritt. Nein, auch musikalisch schlagen Stone Sour einen ganz anderen Weg als Slipknot ein. Im Bereich des (härteren) Alternative Metal mit einigen Einflüssen aus Alternative Rock und Nu Metal unterwegs, verdienten sich die Mannen mit ihrem 2002 erschienen Debüt sogar eine Goldene Schallplatte in den USA. Zudem verhalf die Hitsingle „Bother“, die auch auf dem Soundtrack von „Spiderman“ zu hören war, der Kapelle zu großer Popularität. Anschließend widmete Taylor seine Zeit dann aber erstmal wieder den maskierten Clowns, ehe er nun endlich mit seinen Mitstreitern Stone Sours Zweitling vorlegt. „Come What(ever) May“ setzt die Erfolgsgeschichte der Herren fort, so viel ist sicher. Weiterhin musiziert Taylor mit dieser Band angenehm rockig. Das heißt konkret, dass er nur sehr dosiert auf Shouts zurückgreift und stattdessen fast ausschließlich mit melodischem Gesang arbeitet. Zudem verwenden Stone Sour harmonische Chöre, eingängige Riffs und wunderbare Melodielinien (vor allem in den Balladen). Und gerade in den etwas ruhigeren Momenten überzeugt diese Platte ohne Abstriche. Insbesondere die tolle Halbballade „Sillyworld“ ist das Highlight der Scheibe. Die Maske ist bei Corey Taylor zwar ab, aber qualitativ ist Stone Sour seiner „Hausband“ Slipknot längst enteilt! Wertung 8/10.