Kopf, Herz und Arsch verspricht Sookee auf ihrem Debütalbum, wobei vor allem der Kopf bedient wird, Sexappeal und soulige Gefühlsdudeleien halten sich auf den 16 Tracks zurück. Die 21-jährige Berlinerin rappt seit rund zwei Jahren und klingt auch nach Berlin, harter Style aber durchaus mit durchdachten Texten. Produziert hat für sie u.a. Djorkaeff von Jubeko, die Verantwortung hatten aber Bierpimp, Mad Maks und Sikk. Die Beats haben Druck, lassen aber etwas Abwechslung und Tiefgang vermissen. Besser sieht’s da aus wenn Yanek Hand anlegt wie auf „Yeah Yeah“ und „Hallo“. Herausstechen können vor allem die Tracks „Booking“ (mit Pyranja, Dra-Q und Joe Rilla), das nachdenkliche „Marvin & Justin“ mit seinen erfrischend spritzigen Raps und „Sprich!“. Sookee gelingt es auf ihrem Debütalbum durchaus profiliert zu rappen, auch wenn das Themenspektrum ein bisschen breiter gefächert sein könnte. Jedenfalls gefällt die Energie und Power mit der die Berlinerin hier zur Sache geht, ein wenig erinnert das an Feature-Gast Pyranja. Die knapp 50 Minuten sind zwar nicht durchgängig überzeugend, zeigen aber genug packende Ansätze, um „Kopf Herz Arsch“ zu einem der besseren Debüt-Alben zu machen. Berliner Straßen-Rap mit viel Kopf und ein wenig Herz und Arsch. Wertung 6/10.