„Shut your eyes and think of somewhere“, eine sicherlich nicht herausragende Textpassage, aber eine bezeichnende für Snow Patrol. Die schottische Band aus Glasgow entführt auf ihrem vierten Album eine dunkle, grenzenlose Welt. Der Klangteppich lässt Platz zum Träumen und Treiben lassen. Allerdings: Hier handelt es sich nicht um irgendwelche Newcomer, die befreit aufspielen können. Das letzte Album von Gary Lightbody und seinen Mannen „Final Straw“ erreichte Platz 3 der UK-Charts, dazu tourte die Band 2005 mit U2. Musikalisch bietet das neue Album „Eyes Open“ keine großen Überraschungen. Es erklingt der typische Inselsound, irgendwo zwischen Coldplay, R.E.M. und David Gray. Auch wenn Snow Patrol hin und wieder nach vorne preschen, sie haben einen ruhigen Longplayer abgeliefert, Balladen wie „Chasing Cars“ bestimmen das Bild, in das auch das Duett mit Martha Wainwright „Set The Fire To the Third Bar“ passt. Eins ist klar, mit „Eyes Open“ sind die Schotten ganz oben, nur verwundern tut dies keinen so recht. Der eine oder andere Querschläger hätte dem neuen Werk ganz gut getan. Snow Patrol sind auf Nummer sicher gegangen. Wertung 8/10.