Samba aus Schweden: Wer kann schon glauben, dass es so was gibt. Simone Moreno ließ sich überreden. Als eine in Brasilien erfolgreiche Sängerin folgte sie dem Ruf von vier schwedischen Musikern, die ihr Konzert in Rio de Janeiro besuchten. So entstand es dann, das erste europäische Album von Simone Moreno namens „Samba Makossa“. Kaum ist es zu hören, dass im Hintergrund eine schwedische Band werkelt, denn die Songs sind voll von Samba, Lebenslust, Funk und Feuer. Allerdings geht Simone Moreno mit ihrer Powerstimme nicht immer nach vorne ab. Nach dem stampfenden Opener „Umbabarauma“, einer gewaltigen Energieentladung, reihen sich auch einige gefühlvolle, fast zarte Nummern wie „Bahia Minha Preta“ und „Expresso 2222“ in das Album ein. Ein paar schwedische Referenzen sind außerdem zu finden: so gibt Timbuktu von Looptroop auf „Vem Pra Bahia (Vi Drar Till Malmö)“ ein Gastspiel. Auch das dunkel treibende „Canto Das Tres Racas“ erinnert nicht gerade an die brasilianische Sonne. Insgesamt aber halten die zehn Songs das, was der Albumtitel „Samba Makossa“ andeutet. Also Samba, Sonne und Leidenschaft. Diese Fusion von brasilianischem Temperament und europäischer Gefühlstiefe ist gelungen! Da wird der eine oder andere auch Lust auf die anderen Alben von Simone Moreno bekommen haben, die allerdings in Deutschland nur schwer zu bekommen sind. Wertung 8/10.