Es gibt in der unübersichtlichen Rock-Szene immer mal wieder Bands ohne Plattenvertrag zu entdecken, die richtig Spaß machen. Eben weil sie abseits des musikalischen Mainstreams schön frisch klingen. Selfmade nennt sich eine junge Kapelle aus Brakel/Ostwestfalen. Die drei Jungs und zwei Mädels sind zwischen 17 und 20 Jahre alt und frönen Rockmusik mit leichtem Gothic-Einschlag. Das klingt mal mehr nach Die Happy zu früheren Zeiten („Torn Lullaby“) und mal mehr nach melodischem Modern/Gothic Rock der Mare Evanescence. Das aktuelle selbstbetitelte Demo enthält fünf Songs, die allesamt vor allem von der sehr schönen Stimme von Sängerin Claudia Hartwig leben. Absolutes Highlight der CD ist denn auch die Ballade „Sorry For What“ (inklusive eines tollen Cellos) mit einem sehr schönen Melodielauf und vor allem einer unglaublich guten Gesangsleistung. Was, dieser Songs stammt von einer Band ohne Plattenvertrag? Kann nicht sein! Klar, wird der geneigte Zuhörer massig Zitate finden, die an berühmte Bands erinnern - Selfmade fehlt noch ein bisschen die absolut eigene Identität. Aber hey, die fünf sind ja auch noch so jung. Plattenbosse aufgepasst: Hier gibt es eine richtig gute junge Band zu entdecken! Wertung 8/10.