„Smile...it confuses people“ ist das energiegeladene Debüt der britischen Newcomerin Sandi Thom, in deren Songs sich Country- und Folk-Einflüsse finden. Auffällig ist ihre kraftvolle Stimme, die ein wenig an LeAnn Rimes oder Kelly Clarkson erinnert. Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen ist Sandi Thoms Musik jedoch nicht zu glatt produziert. So können ein paar Lieder überraschen, wie „When horsepower meant what it said“ oder „I wish I was a punkrocker“: Sie überzeugen durch interessante Arrangements mit Percussion-Einlagen und Gesumme im Hintergrund. Die Singer / Songwriterin schaffte es mit „I wish I was a punkrocker“ auf Anhieb an die Spitze der britischen Charts. In dem Song wird darauf angespielt, dass Punk in den 70ern noch als politisches Statement galt. Die 25-Jährige gibt sich auf der ersten Single gesellschaftskritisch, was allerdings etwas klischeehaft rüberkommt. Sie stimmt in den Kanon derjenigen ein, die sagen „früher war alles besser“ und beschwert sich über die moderne Konsumwelt. Einige Songs sind auch eher belanglos, wie die Ballade „lonely girl“, die man so ähnlich schon einige Male bei anderen Sängerinnen gehört hat. Das Album überzeugt jedoch als Gesamtpaket und kommt zwischen dem ganzen Plastikeinheitsbrei recht erfrischend daher. Wertung 7/10.