Ihr habt es sicherlich schon geahnt: Hinter Rhapsody Of Fire steckt die Band Rhapsody, die aus rechtlichen Gründen ihren Namen ändern musste. Name neu, alles neu? Nein, die musikalische Ausrichtung der Kapelle hat sich nicht verändert: Nach wie vor frönen die Herren um Chef Luca Turilli Epic Metal, wie ihn nur diese Gruppe zu Gehör bringen kann. Verstärkt durch ein Orchester und einen Chor, fahren die Männer auch auf „Triumph Or Agony“ wahrlich groß auf. Und doch gibt es im Unterschied zu früheren Scheiben eine kleine Änderung zu erhören: Im Gegensatz zu den Hochgeschwindigkeits-/Double Bass-Orgien vergangener Tage sind die neuen Songs merklich ruhiger und langsamer ausgefallen. Angenehm. Und doch: Großartige Weiterentwicklungen fehlen – nun wahrlich keine überraschende Nachricht. Rhapsody Of Fire sind eben 100%ig Rhapsody. Nach wie vor spielt keiner monumentaleren und bombastischeren Epic Metal, der so stark von der Klassik inspiriert ist. Fans mag dies freuen, kein Zweifel. Aber die Frage nach der Weiterentwicklung stellt sich trotzdem. Rhapsody Of Fire laufen ernsthaft Gefahr, das bekannte Konzept unter dem neuen Namen einfach nur zu wiederholen. Wertung 5/10.