Rund 20 Minuten ist die neue Scheibe der Schweden lang, das ist nicht viel, reicht aber. Denn Rentokiller gehen mit unglaubliche Intensität zu Werke. Brachialer Hardcore mit vertracktem Songaufbau und vielen Tempowechseln ist ihr Ding. Dabei geht das Quartett nach keinem starren Schema vor, und so wird „29 Points Of Attraction“ mit experimentellem Freejazz eingeläutet, ehe die Gitarren losstürmen. Sieben Songs gibt es auf der EP „Vigil“ und kaum einer hält sich an typische Hardcorenormen, stattdessen lassen Rentokiller ihrem Spiel freien Lauf, was natürlich im Gegenzug für Sperrigkeit und wenig Eingängigkeit sorgt. Die Bands selbst sieht ihre Einflüsse bei Refused, Entombed, Fiona Apple, Astor Piazolla und Black Sabbath. Unterschiedlicher könnte dies nicht sein. Wer da keine Berührungsängste hat, bekommt hier eine CD, die auch mal länger gehört werden will, eben weil sie nicht runter geht wie Wasser. Wertung 8/10.