Vier Jahre lang haben sich Raised Fist mit ihrem neuen Album Zeit gelassen. Eine ganz schön lange Zeit im schnelllebigen Rockbusiness. Sorgen, dass die Fans Raised Fist vergessen würden, brauchten die fünf Schweden allerdings nicht zu haben. Warum auch? Schließlich sind Raised Fist die ungekrönten Könige des Metalcores – obwohl Metalcore ja mittlerweile fast als Beleidigung zu verstehen ist, vielleicht sollte man eher von kompromisslosem, brutalen und schnellen „Hardcore“ sprechen. Wie dem auch sei, der Sound der Band lässt sich auch auf ihrem vierten Album durch genau diese Eigenschaften charakterisieren – kompromisslos, brutal und schnell, 12 mal wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht, gesprenkelt mit vereinzelten Nu-Metal und Rock´N´Roll Einflüssen. Sänger Alle, der wohl sechs Mal die Woche Thai-Boxen trainiert, flösst einem allein durch seine aggressive Stimme schon Angst ein und der neue Schlagzeuger Matte (Ex-Dark Funeral) sorgt im Rahmen seiner Möglichkeiten überaus erfolgreich für den gleichen Effekt. Wohl das bisher beste und gleichzeitig auch abwechslungsreichste Album des schwedischen Hardcore-Schwergewichts. Wertung 8/10.