Ein gutes Album kann auch wunderbar unspektakulär sein, wollen uns zumindest Primal Scream beweisen. Großes wird von der Band erwartet, und dann spielen die Schotten einfach nur Blues-Rock’n’Roll, schnörkellos und ohne Electro. Stattdessen bedient sich Bobby Gillespie reichlich in der Musikgeschichte und zitiert bei Bands wie den Rolling Stones. Das wird nicht überall auf Gegenliebe stoßen und bestimmt nicht in guten Verkaufszahlen münden, ist aber unglaublich gut gemacht. Primal Scream besinnen sich auf die eigentlichen Stärken einer guten Rockband, die da besagen, das der richtige Riff reicht. Und genau so machen sie es dann auf den zehn Songs, fabrizieren den Blues und spielen sich richtig heiß. So läuft „Riot City Blues“ wie ein Uhrwerk, alles passt perfekt zusammen, läuft nahtlos ineinander über, ist frisch geölt. Ob der Schuss Romantik, der automatisch beim Blues mitschwingt, den Fans gefallen wird, ist fraglich, aber das mit bei diesem Album auch scheißegal. Primal Scream machen das was sie mögen und das ist gut so. Wertung 7/10.