Pat Cash – Rien ne vas plus Wigwam / Sony BMG VÖ: 01.09.2006
Wo sind die Hamburger? So langsam kommen sie wieder nach Eimsbush-Pleite und HipHop-Trendwende. „Steinzeit“ hieß das erste Tape der Moqui Marbles 1999. Vier Jahre später dann das Debütalbum „Das Teredum“ auf dem eigenen Label Wigwam. Rapper Pat Cash war danach mit seiner neuen Crew Kenny und der EP „Hier issa“ am Start. Jetzt kommt es, das erste Soloalbum des Hamburgers, der sich den Moqui Marbles Style bewahrt hat. Dicke Beats, bombastischer Sound, gewaltige Raps: „Rien ne vas plus“ ist ein Album voller Power und Energie. Unterstützung kommt dabei unter anderem von Franky Kubrick („Was ich will“) und Clueso („Schutzengel“). Die alten Moqui Marbles Gefährten Sternkopf und Zaworka sind gleich mehrfach vertreten, auf der Single „Don’t Love You“, dem düsteren „Bye,Bye“ und zusammen mit Reggae-Sänger Tony Greer auf „Baila“, das kräftig mit Karibik-Flavour gewürzt ist. Etwas gewagt ist die Coverversion von Jay-Zs „Hard Knock Life“, die bei Pat Cash „Das Los Ist Hart“ heißt; aber Spaß macht der Song. Produziert haben übrigens Leute wie Sleepwalker, Phrequincy, X-Ray oder Lars Mellow an dem Album, das hat sich gelohnt. Eins zeigt Pat Cash eindrucksvoll mit seinem Solodebüt, nämlich dass der Hamburger Style nach wie vor besteht und bestehen kann. „Rien ne vas plus“ kann man schon fast als „alte Schule“ einstufen, denn es klingt so wie die Moqui Marbles zu den Zeiten, als die Stadt an Elbe noch die Hochburg des deutschen HipHops war. Es heiß abwarten, wie viele Fans sich daran noch erinnern können und wollen. Wertung 7/10.