Papa Roach waren eigentlich schon abgeschrieben. Mühsam kämpfte sich die Formation aus Californien mit den Alben „lovehatetragedy“ und „Getting Away With Murder“ zurück. Nun, so ganz stimmt das auch nicht. Auch wenn Papa Roach in Europa nicht mehr ganz in dem medialen Fokus stehen, den sie mit ihrem Debüt „Infest“ hatten, das im Jahr 2000 zum festen Programm in allen Clubs gehörte, erreichten sie in ihrer Heimat mit dem letzten Album immerhin noch den Platinstatus. Doch neben dem geschrumpften kommerziellen Erfolg, mussten sich Papa Roach auch sehr mit Kritikermeinungen auseinander setzen, die kein gutes Haar mehr an den Folgealben ließen. Das soll jetzt mit „The Paramour Sessions“ besser werden und wird es auch. Für die Aufnahmen zu ihrem vierten offiziellen Album schlossen sich Jacoby Shaddix und seine Jungs in der Paramour Mansion in den Hollywood Hills ein und fingen so irgendwie wieder den Spirit von „Infest“ auf. Ungezügelt sprudelt die Energie aus den neuen Songs, die genau davon leben, dass es ihnen nicht an Power fehlt, die nach vorne geht und Emotionen freisetzt. Ein guter Papa Roach Song muss nicht kompliziert sein. Ganz geradlinig ist das Album dennoch nicht. Im weiteren Verlauf tendiert die Band auch mal zu Stadionrock oder Balladen, „Roses on my grave“ ist mit bombastischem Streichersound unterlegt. Zu einer Überraschung reicht all dies nicht, aber P-Roach haben bewiesen, dass mit ihnen noch lange zu rechnen ist. Wertung 8/10.