Es ist schwierig das Cover des ersten Ostkreutz Albums „Motor“ von dem der ersten EP „Gangbang“ zu unterscheiden. Aber auch sonst sind die Werke nur schwer auseinander zu halten, denn das Album ist nur 28 Minuten lang. Maximum von Ostkreutz erzählt: „Ein Teil meiner Familie stammt aus Kaliningrad, schon immer interessierte mich der Osten – der Osten steht für ein großes Gemeinschaftsgefühl, Grausamkeit, Lustigkeit und Wahnsinn. Genau so klingt dieses Album auch, wild, ungezügelt, ungepflegt, brutal. Rockmusik, die zumindest oberflächlich keine Struktur hat. Wie übersteuert ergießen sich Gitarren und Geschrei aus den Boxen, der Sound hat den Charme einer großen Fabrikhalle. Elf Songs werden durchgepfeffert, die sich so nennen wie „Vibrator“, „Motor“, „Bum“ oder „Messer im Eis“. Da ist keine Zeiten für Feinheiten oder Sentimentalitäten, denn die Album gibt durchgängig Gas und klingt wie übersteuert. Allerdings: So was nutzt sich schnell ab. Wertung 6/10.