Es fängt schon beim japanischen Manga-Cover an. Was ist das hier eigentlich? Osaka Popstar and the American Legends of Punk? Der Titel in japanischen Schriftzeichen? Weiter geht es dann mit den Bandmitgliedern. Mitglieder der Ramones, Misfits, Black Flag und Richard Hell & The Voidoids? Alles irgendwie etwas komisch. Für das Zusammenbringen dieses skurrilen Sammelsuriums von alternden Punkhelden ist der ehemalige Misfits Producer John Cafiero verantwortlich, der auf dem Album auch singt. Zwar kann die Genialität der einzelnen Bandmitglieder vereinzelt durchblitzen („Wicked World“), doch bleibt dies die Ausnahme. Vielmehr klingen alle 13 Songs ziemlich uninspiriert, All-Star Poppunk mit albernen Texten („Monsters“, „Shaolin Monkeys“, „The Christmas that almost wasn´t“), der nicht ganz verwunderlich an eine Mischung aus den Ramones, Black Flag und den Misfits erinnert. Trauriger Höhepunkt ist die schreckliche Coverversion des amerikanischen Folk-Traditionals, „Man of Constant Sorrow“. Für diesbezügliche Nachhilfe sollten sich Osaka Popstar and the American Legends of Punk mal das Debütalbum von Bob Dylan anhören. Schade, aber unnötiger kann Poppunk irgendwie nicht sein. Das Album kommt übrigens mit einer Videoversion von „Wicked World“ im Mangacomic-Format. Wertung 5/10.