Dass aus Köln Reggae erste Güte kommt weiß man seit Gentleman, dass Berlin Bums hat weiß man seit Seeed, aber auch die Schweiz ist im Kommen, Open Season aus Bern stellen das mit ihrem zweiten Album unter Beweis. Die Truppe pflegt vor allem den entspannten Ton, karibische Rhythmen, ein bisschen Jazz, aber immer nach vorne treibend. Der Sound ist vor allem im letzten Drittel des Album retro-geprägt und lädt zum Swingen und Relaxen ein, während anfangs auch mal die eine oder andere Dancehall-Nummer abgefeuert wird. Es Musik für sonnige Tage, nette Strandabende oder palmenbesetzte Landschaften, und wenn man eben dies nicht vor der Haustür hat, so kann man wenigstens davon träumen. Das Neuner-Gespann aus der Schweiz zeigt uns wie’s geht und wenn man noch „soft“ in die Beschreibung des Albums „Hot And Fire“ setzt, passt’s genau. Wertung 8/10.