Was für ein Glück, dass sich My Morning Jacket doch nicht aufgelöst haben. Viel hätte wohl nicht mehr gefehlt, denn nach dem vor einiger Zeit der Keyboarder und einer der beiden Gitarristen die Band verließen, standen die Zeichen auf Abschied. Doch die Band rieß sich zusammen und statt Abschiedstränen gibt es jetzt das neue und großartige Album „Z“. „Z“ ist ein intensives, vielschichtiges und vielfältiges Indierock-Album, das man in solcher Qualität in der letzten Zeit selten hat hören dürfen. Soul und Country angehauchte Songs wie „Lay Low“, energiegeladene und lupenreine Rockstücke wie „What a wonderful man he was“, „Off the Record“ mit seinem harmoniebedürftigen Reggaebeat und verträumte Balladen wie „Into the woods“, finden alle ihren rechtmäßigen Platz auf diesem Album. Zusammengehalten werden die zehn Songs von Sänger Jim James, der mit seiner glasklaren Stimme verzaubert. Die Texte überzeugen ebenfalls, solch ein mitreißendes Lied über Jesus wie „What a wonderful man he was“, gab es schon lange nicht mehr und dürfte sogar Atheisten auf Anhieb gefallen. Wunderbarer und verzaubernder Indierock irgendwo zwischen Neutral Milk Hotel, Radiohead und psychedelischen Beatles. Wertung 8/10.