Da kommt sie, die neue Schwedin Mikeyla, 19 Jahre alt. Zwei Sachen wollen da nicht passen, sie ist nicht blond und ihr Name klingt auch nicht wirklich schwedisch. Musikalisch fällt es da schon schwerer, bei Mikeyla eine Einordnung vorzunehmen. Moderner Rock, mal hart, mal poppig, kraftvoll produziert und immer gefühlvoll. Aber genau hier liegt auch das Problem des Albums „Something Like That“. Die Songs klingen allesamt eingängig, aber leider wenig eigenständig und irgendwie wie neu aufgekocht. Tausend Namen schon einmal dagewesener Artists schwirren einem durch den Kopf, so richtig erinnern mag man sich aber an keinen. Keine Frage, Mikeyla hat das Zeug die Charts zu erreichen, in Schweden hat sie dies auch geschafft, musikalisch hält sie sich jedoch viel zu sehr an den Albumtitel. Es ist irgendwas mit Rock und Pop, schöner Gesang, griffige Hooks, aber alles in allem fehlt eine klare Linie. Wer sich mit einem erfrischenden Sommeralbum einer bezaubernden Frau zufrieden gibt dürfte mit „Something Like That“ glücklich werden, um einen aber über längere Zeit zu fesseln wird hier zu wenig geboten. Wenn Mikeyla im Gespräch bleiben will muss sie noch einiges nachlegen. Wertung 6/10.