Mit Mews viertem Album, “And The Glass Handed Kites”, erwartet einen etwas ganz außergewöhnliches, denn irgendwie wirkt das Album wie ein großes, unlösbares Puzzle und ein einziger, lang gezogener Song. Ähnlich wie bei anderen Progrock Bands, passen auch hier die typischen Umschreibungen, die man gerne bei solchen Assoziationen verwendet. Bombastisch, episch, glamourös und sphärisch sind einige der Adjektive, die den Sound der Band umschreiben. Dazu kommen Indie-Gitarren und ein leichter 80er Einschlag, so dass das Album auch Muse und Placebo Fans gefallen dürfte. Hervorzuheben ist, dass das ganze zu keiner Sekunde in Langeweile abdriftet – es finden sich sogar Songs mit Single- und Hit-Qualitäten auf dem Album, wie zum Beispiel, „Apocalypso“ oder „Special“. Allerdings benötigt das komplexe „And The Glass Handed Kites“ mehrere Hörgänge, um seine ganze verstörende Kraft zu entfalten. Die surrealen Texte des Sängers Jonas Berre´s, größtenteils Produkte seiner Albträume, tragen definitiv dazu bei. Verwirrender Bombastrock mit hoher Qualität. Wertung 7/10.