Matou, der mit bürgerlichen Namen Mathias Pokorny heißt, präsentiert mit „Home Alone“ eine Debüt- EP der ruhigen Art. Stilmittel sind neben der akustischen Gitarre das Piano und sanfte Streicher sowie hin und wieder ein elektronisches Sample. Elektronische Gitarren werden lediglich im zweiten Song „Would You Mind?“ ganz dezent verwendet. Auf seiner ersten EP entpuppt sich Matou als ein sehr vielseitiger Musiker, denn die meisten Instrumente spielte er bei den Aufnahmen selbst ein. Das Ergebnis muss sich durchaus nicht verstecken. Die Musik ist jedoch nicht das tragende Element der Songs. Es ist vielmehr Matous Stimme und sein tolles Songwriting. Freunde von Tempostücken werden bei dieser EP sicher nicht auf ihre Kosten kommen, denn „Home Alone“ ist alles andere als schnell. Sechs der sieben Songs skizzieren eher den langsamen bis romantischen Pop, was leider für wenig Abwechslung sorgt. Die Ausnahme bildet das letzte Stück „Count On Me“, welches stark an einen Countrysong erinnert. Obwohl sich der letzte Track vom Rest der EP unterscheidet, fällt er nicht aus der Reihe, sondern gliedert sich in den Kontext der anderen Stücke ein, sorgt allerdings auch dafür, dass das ganze zum Ende noch mal etwas an Fahrt gewinnt und somit den Zuhörer aus der melancholisch, romantischen Stimmung zurückholt. Fazit: „Home Alone“ ist eine sehr intime Scheibe die sich eher an den aufmerksamen Zuhörer richtet. Jeder Song an sich ist ein musikalisches Schätzchen. Im Gesamtbild ist das ganze leider wenig abwechslungsreich, was aber auch daran liegt, dass es sich bei „Home Alone“ nicht um ein vollwertiges Album handelt, bei welchem man sicherlich mehr variieren könnte. Matous erste musikalische Visitenkarte ist aber dennoch sehr gut und macht Hoffnung auf mehr. Wertung 7/10.