Masta Killa – Made in Brooklyn Nature Sounds / Neo / Sony BMG VÖ: 25.08.2006
Mit dem Wu-Tang Clan hat er die HipHop-Welt mitgeprägt, und trotzdem gehört Masta Killa nicht zu den richtig bekannten Rappern. Das mag auch daran liegen, dass sein Solodebütalbum „„No said date“ erst 2004 erschien. Zudem stieß der 1969 in Brooklyn geborene MC als letztes Mitglied zu Wu-Tan hinzu, und stand auch deshalb immer im Schatten von RZA, GZA, Ghostface, Raekwon, U-God, Method Man oder Inspectah Deck. All die geben sich jetzt auch auf Masta Killas zweitem Album die Ehre. Zu Beginn aber gibt es erstmal eine Überraschung, auf „Then and now“ rappen die Youngsters Shamel Irief, Karim Justice und Young Prince. Ein charmanter Einstieg, der allerdings vom folgenden Track mit Beat von MF DOOM etwas karikiert wird. Überhaupt wird man schnell feststellen, dass dieses Album ins verschiedenen Gewässern fischt. Die Beats von P.F. Cuttin, Pete Rock oder Bronze Nazareth sind für sich genommen gut, jedoch nie auf dem gleichen Level. Nicht jedermanns Sache werden die zahlreichen Bläser-Samples sein, wie sie gerade im Mittelteil des Albums eingesetzt wurden. Dafür gibt’s dann mit „Let’s Get Into Something“ auch mal eine smoothe Soulnummer. Überzeugend ist auch das Wu-Tang Treffen mit GZA und Inspectah Deck „Street Corner“. Genau so überraschend wie der Opener ist dann auch der Ausklang mit der Reggaenummer „Lovely Lady“. Ein solides Werk der älteren Schule, allerdings ohne echte Höhepunkte. Wertung 7/10.