Ausdauer zahlt sich nur manchmal aus. Da legt man voller Vorfreude eine neue CD in den Player und erwägt bei den ersten Klängen der Scheibe sofort den Gang zum Ohrenarzt. Elektronische Spielereien, spacige Geräusche – Manta Ray machen dem interessierten Hörer den Zugang zu ihrer Scheibe wahrlich nicht leicht. Es kann wirklich nur besser werden. Und erstaunlicherweise gelingt das der Band an manchen Stellen. Denn in den Momenten, in denen Manta Ray schöne Melodiebögen in ihre Musik integrieren und nicht nur munter drauflos lärmen, lässt sich „Torres de Electricidad“ durchaus anhören. Der Track „No tropieces“ ist ein gutes Beispiel dafür. Schade, dass nicht die ganze Scheibe aus solchen Liedern besteht! Denn leider haben Manta Ray scheinbar großen Spaß an abgefahrenen (elektronischen) Spielereien, die auch gerne mal die Pfade des Melodischen verlassen. Und das ist dann wirklich nicht mehr schön. Fazit? Wer sich durch „Torres de Electricidad” hört, wird die schönen Momente, die durchaus vorhanden sind, trotz allen störenden Nebengeräuschen wahrnehmen. In diesen Minuten macht sich die Ausdauer bezahlt. Für ein ganzes Album sind diese Augenblicke aber entschieden zu wenig. Und ansonsten stören die allzu unmelodischen Klänge das Bild doch sehr. Wertung 2/10.