Ein unbeschriebenes Blatt sind die sieben Berliner Musiker von Mamasweed nicht mehr, lässt sich ihre Geschichte doch bis ins Jahr 1994 zurückverfolgen, als sie noch unter dem Namen „Mr. Willey’s Angel“ auftraten, wenn auch noch nicht in heutiger Besetzung. Mit dem hinzugekommenen Keyboar-der Oli Benn Joseph begann dann 2000 die neue Zeitrechnung und das Debüt mit dem Titel „American Space cake“ erschien 2003. Nach einigen anderen Projekten, wie u. a. der Beisteuerung des Songs „Seven“ zum Soundtrack von Wim Wenders Film „Land of plenty“ und der Teilnahme am Wettbewerb der Jägermeister-Rockliga, die man 2005 mit dem ersten Platz belegte, erscheint nun das zweite, „Electric Zeppelin“ betitelte Album, das von Moses Schneider produziert wurde, dessen Dienste bereits von Tocotronic und den Beatsteaks in Anspruch genommen wurden. Ob man mit dem Titel des Albums eine Anspielung auf den Charakter der Musik vermitteln will, ist nirgends explizit belegt, allerdings sprechen die oft bluesigen Harmonien mit der entsprechend markanten Harmonica, ein grundlegender 70er-Jahre-Sound und psychodelische Elemente, die durch den Einsatz von Synthesizern verstärkt werden für eine Fusion aus elektronischer Musik (electric) und den rockmusikalischen Wurzeln, die unter anderem von Led Zeppelin verkörpert werden (Zeppelin). Wertung 7/10.