Ist das ´ne alte Platte fragte doch einer: Ne ist sie nicht, auch wenn Madeleine Peyroux so klingt, als würde sie den goldenen Jahren des letzten Jahrhunderts entspringen. Das dritte Album der Amerikanerin, die einige Jahre in Paris lebte, ist ein Mix von Kompostionen zeitgenössischer Künstler wie Leonard Cohen, Tom Waits, Fred Neil und Joni Mitchell, verbunden mit dem Sound des frühen Jazz und der Klasse einer Ella Fitzgerald. Entstanden ist dabei ein wirklich wundervolles Werk, das völlig ausgeglichen und entspannt wirkt, als wäre die Zeit stehen geblieben. Zahlreiche Gastmusiker wie Till Brönner auf „Smile“ (Charlie Chaplin) runden das Gesamtbild ab und sorgen für die besondere, auch musikalisch hervorragende Note von „Half The Perfect World“. Vier Stücke stammen von Madeleine Peyroux selbst, die sie zusammen mit Larry Klein, Steely Dans Walter Becker und Jesse Harris verfasste. Ein wirklich fantastischen Jazz-Album! Wertung 9/10.