Luke Temple – Hold a Match for a Gasoline World
Fargo / Rough Trade VÖ 07.07.2006
Ganz leicht schwingt es einem hier entgegen, schon beim ersten Song, „Someone, Somewhere“. Weit, weit weg klingt der Sound und erinnert einen an vergangene Zeiten, die Zwanziger, vielleicht an den Soundtrack einer Kabarettshow, wie die jazzigen Trompeten vermuten lassen. Dann wird es aber ruhiger und bleibt auch so während der verbleibenden zehn Songs. In diesem Sinne ist Luke Temples Debütalbum „Hold a Match for a Gasoline World“ wohl eine Enttäuschung. Es hält nicht das was der erste Song verspricht. Muss es aber auch gar nicht, denn ansonsten macht hier eigentlich alles Sinn. Etwas bluesig angehauchter Folkrock, mit ruhigem Gitarrenspiel und leisem, zurückhaltenden und behutsam klingenden Gesang, der seine Vorbilder in Nick Drake, Elliott Smith und Paul Simon findet – und es auf seine eigene Art und Weise wunderbar schafft den Hörer zu verzaubern. Genauso wie seine großen Vorbilder. Wertung 7/10.