Berlin, Berlin und immer wieder Berlin. Auch Laxrosa klingen nach Berlin. Er küsst so gut“ singt Karen, Tine spielt den Bass, Inka das Schlagzeug und Andy die Gitarre. 1999 fanden sie sich, damals noch mit vier Mädels, zusammen, aber erst seit Andy 2005 dazustieß, ging’s so richtig ab. „Berliner Schraddelpop“ nennen sie selbst ihre Musik. Heißt mit anderen Worten, ihre Musik ist schroff, direkt aber auch verträumt mit thrashigen Gitarren, Indie-Melodien und Karens unverstellter Stimme. Laxrosa beschäftigen sich mit den alltäglichen Dingen. Mit „Fernsehen“, „U-Bahn“, „Wintermorgen“, „Chaos“ oder „Träume sind Schäume“. Es ist unverblümte Musik, ehrlich und schonungslos, nur getarnt im Trott Berlins. Großstadtromantik. Trotzdem gilt es bei den Texten zweimal hinzuhören, um hinter die Fassade zu blicken. Dieses Album ist nicht wirklich wichtig, aber es kann in einsamen Berlintagen wichtig werden. Wertung 6/10.