Neues Label, neue Produzenten, neuer Schlagzeuger. Aufregende Zeiten für Krezip also. Und solche führen meistens zu den besten Resultaten. Richtig? Das neue Album „What Are You Waiting For“ markiert einen Wendepunkt in der Band. Die Scheibe bietet definitiv einen neuen, sehr poppigen Klang, enthält einige dynamische Songs sowie wunderschöne Balladen. Doch nach ihrem kometenhaften Aufstieg durch zwei Studioalben, eine EP und einigen Single-Hits sind die Erwartungen der Kritiker und Fans an die Band sehr hoch. Wenn man die CD einlegt und das erste Lied „What Are You Waiting For“ beginnt, lehnt man sich mit Vorfreude auf die noch folgenden Tracks zurück, genießt den schrammigen Gitarrensound gemischt mit Jacqueline Govaerts rauchiger Stimme und erwartet, dass die weiteren Stücke genauso abgehen. Doch neben den schnellen Liedern, zu denen man gut jumpen und pogen kann („Don’t Crush Me“, „Same Mistake“), und den sehr gelungenen Balladen, die man sich gern in gewissen Stunden anhört („I apologize“, „Forget What I Said“), sind die meisten Songs doch eher Krezip light. Massenkompatibler Popsound ist also das, was sich aus den aufregenden Zeiten herauskristallisiert hat. Schade. Freuen können sich Fans aber auf die kommenden Tour, denn wie wir alle wissen, hat die Band einen sehr guten Ruf als Liveband. Hoffen wir, dass sie auf ihren Konzerten ihre alten Sachen nicht vergessen... Wertung 5/10.