Klee – Zwischen Himmel und Erde Ministry of Sound VÖ: 04.08.2006
Klee, Kölns ewige Deutschpop-Hoffnung kommen mit ihrem dritten und britischsten Album, wie sie selbst sagen. Diesmal ohne Electro-Anleihen lässt das Quintett um Sängerin Suzie die Songs sprechen, schwebt scheinbar über irische Wiesen oder die Lüneburger Heide. Britpop mit deutschen, zarten Texten eben. Viel Liebe, Momente, Gefühle, Leidenschaft, Träumereien. Was daraus folgt ist ein sehr homogenes Album, scharfzüngig könnte man sagen, es sei gleichtönig. Viel Bewegung gibt es hier nicht, auch wenn die 12 Songs so vor sich hinfließen. Es sind die Nuancen, die entscheiden. „Zwischen Himmel und Erde“ versteckt sich nicht, es ist ein natürliches, ungeschminktes Album. Das mag und kann gefallen, dient aber nicht der Unterhaltung. Wer sich auf das neue Klee Album einlässt, muss sich fallen lassen können, den Klang auf sich wirken lassen, Freiräume im Kopf schaffen. Seine Kraft schöpft dieses Werk aus der Ruhe. Wer sich von den Kölnern nichts anderes erhofft hat, wird begeistert sein. Deutsche Textkunst, britischer Charme und skandinavische Gemütlichkeit. Doch wer schon immer Parallelen zu 2raumwohnung gezogen hat, wird sich jetzt abwenden. Wertung 7/10.