Nein, große Überraschungen bietet „Under The Iron Sea“ nicht. Auf ihrem neuen Album sind Keane ausschließlich Keane. Als einzige Neuerung registrieren die Lauscher lediglich, dass einige Songs deutlich mehr als beim Vorgänger klanglich an Coldplay erinnern (wie zum Beispiel in „Nothing In My Way“). Überhaupt der Vorgänger: Mit dem Superhit „Somewhere Only We Know“ landeten die Herren mit ihrem Debüt „Hopes And Fears“, von dem sie weltweit insgesamt über 5 Millionen Exemplare absetzten, einen richtigen Verkaufserfolg. Wobei dieses Album deutlich daran krankte, dass sich darauf neben den drei bis vier absoluten Übersongs auch sehr viel Mittelmäßiges befand. Auf „Under The Iron Sea“ ist das interessanterweise genau umgekehrt: Diesmal haben Keane keinen richtigen Hit im besten Sinne dabei. Dafür enthält die Scheibe aber keine richtigen Ausfälle mehr – auch wenn die hinteren Songs qualitativ deutlich hinter den ersten Liedern zurückstehen. Fazit? „Under The Iron Sea“ ist eine gute Platte, die sich wirklich gut an einem Stück durchhören lässt, da die Songs schön homogen sind. Aber der Schritt zu einer wirklich außergewöhnlichen Scheibe mit langfristig im Ohr verbleibenden Songs gelingt Keane damit nicht. Keane sind auf „Under The Iron Sea“ eben ausschließlich Keane – wenn sie ihre Sache auch wirklich gut machen. Wertung 7/10.