Manche werden ihn noch kennen, den Rapper mit dem legendären "Kam Mutterficker Nr.1" Tape. Nun steht er wieder da, mit Baggy und Adidas Schuhen, und will sich auf „Vom Wohnblock auf den Zellenblock" beweisen. 25 Tracks, davon viele Skits. Man muss direkt sagen: Entweder liebt ihr diesen Style oder ihr hasst ihn. Ein Mittelding gibt es hier definitiv nicht. KamOne präsentiert Hannovers harte Seite. Die Raps sind simpel gehalten und beinhalten viel Hass. Alles dreht sich um Crack, denn so wird hier Geld gemacht. KamOne der Straßenkämpfer, mit Herz und Seele. So ist sein Motto: "Alles was ich mache ist für die Straße". Ehrliche Musik, wobei man hier die Realität vergessen kann und in eine richtige Gangster Welt eintauchen kann. Unter dem Motto "Taliban die sich als Rapper tarnen" kann man hier nicht viel Liebe erwarten. Die Ketten glänzen und das illegale Geschäft läuft immer besser. TSK Lifestyle, wenn man das alles glauben darf, dann ist Kam´s Leben kein Zuckerschlecken! Ein absolutes Highlight auf diesem Album ist "Ich bins", einfach und hart und dadurch unschlagbar. Denn bei Kam wird nicht geschlagen, hier macht die 9 mm "BANG!". Hier wird definitiv über die Toleranzgrenze hinausgefeuert, aber provozieren ist eben sein Style. Die schnellen elektronischen Beats passen auf die leicht abgehackte Rapart von Kam bestens. Jetzt werden sicherlich viele wieder aufschreien und von Fake sprechen, aber wenn man wie KamOne eine der härtesten Schulen in Pakistan besucht hat, hat man einfach eine andere Sicht auf das Ganze. Die Welt ist nicht immer gut, und wer die Wahrheit abkann, der kann sich an das Album ranwagen. Auch wenn diese Themen oft im deutschen Rap behandelt werden, hat es Kam trotzdem geschafft sich abzusetzen. Jetzt kann man sich streiten, ob es die Wahrheit ist, die hier erzählt wird, oder ob es einfach die Kunst des Raps ist. Dies bleibt jedem selbst überlassen. Fest steht aber: "Härter ist nicht!". Wertung 8/10.