Lange musste wir warten, aber ob wir das erwartet haben? „Back 4 U“ verkünden Jurassic 5 im Opener und liefern einen funkgetränkten Oldschoolrap-Mix ab, der eine Prise Prince in sich hat. Nun gut, ist den meisten Fans wahrscheinlich auch lieber, als eine Popwende wie bei den Black Eyed Peas. Jurassic 5 bleiben dagegen beständig bei ihrem (klassischen) Konzept: vier MCs, ein DJ (früher war’s ja noch einer mehr). Rap pur, ein paar Scratches, viel Flow, funky Beats. Die Mixtur ist im Prinzip einfach. Und doch ist es am Ende so einfach nicht, hat sich die Crew aus L.A. doch die Dave Matthews Band für „Work It Out“ eingeladen. Keine harten Gitarren, aber ein bisschen rockig wird es schon, und dazu Gesang. Nur gegen „Brown Girl“ könnten Vorwürfe erhoben werden, wegen dem süß schmelzendem Gesang von Brick & Lace. Neue Producer mussten her, der Sound des ganzen Albums ist aufgemotzt, trotz Oldschool-Fakor. Man kann es drehen und wenden wie man will, dieses Album ist einfach gut. Aber trotzdem wird es seine Kritiker finden, denn wer sich nicht mit der Oldschool-Formel zufrieden gibt, wird es zurecht als ideenlos und fad bezeichnen. Puristen dagegen werden sich an dem Dave Matthews Band stören. Innerhalb seiner Möglichkeiten leistet „Feedback“ viel, doch die sind begrenzt. Es ist genau das, was von einer Gruppe wie Jurassic 5 erwartet werden konnte. Aber eben nichts was überrascht. Kenner werden aber genau dieses Unspektakuläre an „Feedback“ schätzen. Wertung 7/10.