Mit Weihnachten hat Josh Groban nichts zu tun: Und doch passt das neue Album des erst 25-jährigen Bariton-Sängers perfekt in diese sinnliche Zeit. Schon mehr als 13 Millionen Exemplare seiner beiden Alben „Josh Groban“ und „Closer“ hat der Amerikaner verkauft, der zusammen mit Céline Dion "The Prayer" auf der Grammy-Verleihung sang, eine Gastrolle in der Serie „Ally McBeal" spielte, und auch bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City mit von der Partie war. Für sein drittes Album hat Josh Groban 13 klassische Stücke aufgenommen, darunter auch einige Eigenkompositionen. Ob in englischer, italienischer oder spanischer Sprache, jedes Stück wird von seiner kraftvollen und ausdrucksstarken Stimme dominiert, die über der meist klassischen, manchmal auch leicht poppigen Instrumentierung liegt. Für die Produktion zeichneten sich unter anderen Marius DeVries (Madonna, David Gray), Guy Sigsworth, Glen Ballard oder David Foster verantwortlich. Auf den drei letzten Songs wird Josh Groban von Ladysmith Black Mambazo, Vusi Mahlasela und Herbie Hancock begleitet. „Awake“ ist sicherlich kein typisches Werk, das auf der großen Bühne stattfindet, sondern eines, das in seinem klassischen Kontext lebt und eher der Oper als dem Pop entspringt. Trotzdem kommen auch moderne Elemente nicht zu kurz und auch waschechte Popballaden wie „So She Dances“ gehören zum Repertoire. Bei diesem Album gilt es die großartige Bariton-Stimme von Josh Groban zu erleben. Wertung 8/10.