Es gibt viele dieser Musiker, die überall und nirgends sind. Jeff Cascaro gehört dazu. Der 38-jährige Bochumer stand schon für viele große Stars ein, Die Fantastischen Vier, Till Brönner, Sasha, die Guano Apes oder H-Blockx. Konzerte, Tourneen, TV-Produktionen und CD-Einspielungen und Big-Bands, Jeff hat nichts ausgelassen. Und doch ist sein Name ein unbekannter, denn im Vordergrund stand er nie. Jetzt hat er zum ersten Mal ein eigenes Album aufgenommen, seinen „Soul“. Und doch sind es leider nicht seine Stücke, die hier hervortreten. Vor allem die Cover-Versionen von „Love Will Find A Way“ (Lionel Richie) und „Tripping Out“ (Curtis Mayfield). Gut, der Opener „Holler“, den Cascaro mit Produzent Christian von Kaphengst zusammen geschrieben hat, begeistert auch. Es fällt auf, dass Cascaro hier eine richtig gute Band zusammengetrommelt hat. Funk, Soul, Jazz, die 7-köpfige Band spielt jeden Song knackig und pointiert. Vergessen sollte wir auch die Stimme von Cascaro nicht, nicht umsonst heißt das Album „Soul of a Singer“, der Titel verspricht nichts falsches. Trotzdem wird klar, dass hier jemand steht, der bislang im Background die Fäden gehalten hat, und der nicht der große Performer an vorderster Front ist. Wertung 6/10.