Endlich gibt es wieder ein musikalisches Lebenszeichen von Jay Bennett. Hat ja auch ganze fünf Jahre gedauert, bis der Ex-Wilco Gitarrist mit „The Magnificent Defeat“ jetzt sein erstes Album der Post-Wilco Ära vorlegt. Die Ursache der langen Wartezeit ist anscheinend persönlicher Natur, sauer auf Bennett sollte man also nicht sein. Und wenn doch, dann entschädigt „The Magnificent Defeat“ ganz schnell für das lange Warten. Ähnlich Wilco gibt es hier schönen gitarrenlastigen Country-Pop mit stark experimentellem Einschlag und leichtem Americana-Flair, von Bennett komplett alleine eingespielt. Unglaublich eigentlich, lässt sich doch wirklich eine ganze Menge an Instrumenten auf den vierzehn Songs raushören – Respekt. Angst, dass sich der ganze Arbeitsaufwand nicht gelohnt hat, braucht Bennett aber nicht zu haben, denn so kreativ und spannend wie „The Magnificent Defeat“ hat sich das letzte Wilco Album mal bei weitem nicht angehört. Wertung 8/10.