„Zart“ ist eigentlich ein komisches Attribut um Musik zu beschreiben. Wie kann denn ein Album überhaupt zärtlich sein? Im Fall des schottischen Singer/Songwriters James Yorkston trifft diese Behauptung aber tatsächlich zu. Beim Hören seines neuen Albums fühlt man sich einfach irgendwie zärtlich berührt. Das ist so. Wirklich. Eigentlich ist „The Year of the Leopard“ ja ein recht klassisches Folk Album, mit der ruhigen und warm klingenden Stimme Yorkstons, der leisen Gitarre, dem Akkordeon, Kontrabass und der Violine, dem gelegentlich durchblitzenden Hauch von Optimismus. Doch da ist immer diese Zärtlichkeit, diese Intimität, die jeden der zehn Songs in ein ganz wunderbares und zeitlos klingendes Kleinod verwandelt. Manchmal fühlt man sich etwas an Belle&Sebastian erinnert, wie bei dem leicht poppigen „Steady As She Goes“, oder sogar an akustische Arab Strap, wie bei „Orgiva Song“. Wie auch immer, „The Year of the Leopard“ ist mit Abstand eines der schönsten Folk Alben der letzten Zeit. Und eines der zärtlichsten natürlich auch. Wertung 9/10.