Dem aufmerksamen Festivalbesucher hat sich die Band Irie Révoltés mit Ihrer energiegeladenen Bühnenshow sicherlich nicht entzogen: Die momentan neun Mitglieder erinnern in Formation stark an Culcha Candela, auch die Einflüsse der Révoltés zwischen Dancehall, Reggae, Reggaeton und Ska. Wie der Name schon vermuten lässt, ist die Band kein einsprachiges Ensemble: Der Großteil der Texte wird auf französisch gesungen, ab und zu gibt’s vom deutschen Bandmitglied "Silence" deutsche Verse und in "Ready" lässt das deutsche HipHop Urgestein Toni L. etwas von sich hören. Die Texte der Band sind durchweg sehr politisch und klagen kapitalistische Missstände in "Pour tous ceux" und beispielsweise Krieg in "Soldats" an, der Sound jedoch bleibt immer fröhlich und sehr tanzbar: Hier ist der Bandname Programm. "Irie" bedeutet auf Patois "fröhlich", "Révoltés" "Aufsässig", und genau dies ist der Scheibe anzuhören. Ein rundes Ding ohne große Schwächen; der Stilmix rund durch die Musikstile gefällt, dennoch sind die Révoltés nicht ganz so energiegeladen wie Culcha Candela, was die Jungs jedoch live wieder wettmachen. Tipp: Unbedingt live ansehen. Wertung 7/10.