Das klingt gewaltig: Instituto Mexicano del Sonido. Wer sich jedoch in der mexikanischen Musikszene auskennt, weiß, dass IMS nur ein Ein-Mann-Projekt von Camilo Lara ist. Weiter sollte man wissen, dass es ein ziemlich schräges Projekt ist, deshalb bitte keinesfalls klassische mexikanische Folklore erwarten! Camilo Lara hat sich ausdrucksstarke Electro- und HipHop-Beats besorgt und mit einem wilden Mix aus Samples versehen, die zwar in Mexico und Südamerika zuhause sein könnten, genauso aber auch in allen Metropolen der Welt. Nun ist das aber nicht der Fall, hier gibt es keine Musik aus einer der kleinen Städte Europas oder der USA, sondern aus einer Stadt mit rund 22 Millionen Einwohnern, der drittgrößten der Welt. Ob das Instituto Mexicano del Sonido den typischen Sound von Mexico City widerspiegelt, kann ich nicht beurteilen, aber es zeigt sich zumindest so chaotisch, wie auch die Stadt sein könnte. Dem Potpourri, der sich auf 15 Songs erstreckt, ist zumindest so schnell keine Struktur abzulesen. Es ist eine Ansammlung verschiedenster Sounds und Stile auf dahintreibenden, manchmal anfeuernden Beats. Electro-Liebhaber wird das freuen, denn „Méjico Máxico“ ist eine wahre Fundgrube. Wertung 8/10.