Wie bei allen der momentan so super stylischen und angesagten Dance-/Discopunk Bands muss auch in der Welt der Infadels alles möglichst cool, artsy und sexy sein. Typisch Dancepunk halt. Irgendwie funktioniert das ja immer gleich: erstmal braucht man neo-bohemische Texte die sich um Frauen, Sex und Großstadtprobleme der unter-30jährigen, männlichen Coolness-Avantgarde drehen. Als Vorbilder nimmt man sich dann möglichst coole, kultige Bands, wie zum Beispiel funkige Rolling Stones, Talking Heads oder The Stooges und mixt diese Einflüsse mit einem großen Schuss 80erNewWave und 70er Disko, fetten Bassläufen, einem trocken klingenden Schlagzeug und einem bisschen Elektronik. Vielleicht blendet man noch ein, zweimal laszives Frauengestöhne ein um den Erotikfaktor zu erhöhen und negiert sich selbst im Titel des Albums, „We Are Not the Infadels“ – wie postmodern. Dann hat man auch schon die Infadels. Wertung 5/10.