Ignite waren eigentlich immer der Lichtstrahl in der Hardcoreszene, doch auf ihrem neuen Album entführt uns die Band aus Orange County in ihre dunkelsten Tage. Sechs Jahre nach dem letzten Output „A Place Called Home“ müssen die Fans aber trotzdem keine Kehrtwende befürchten. Ignite machen da weiter, wo sie aufgehört haben: mit einem bissigen Mix aus Hardcore und Punkrock und eingängig-einschneidendem Gesang von Zoli Teglas. Allerdings hört man schnell heraus, dass der Sound deutlich gereift ist und das Songwriting diffiziler sowie nuancenfreudiger ausgefallen ist. Insgesamt klingen die Tracks leidenschaftlicher, auch weil gesanglich noch mehr Power und Tiefe herüberkommt. Dazu nehmen Ignite auf einigen Songs auch mal das Tempo etwas heraus und lassen Platz für Gitarrenriffs. Die Rückkehr nach so langer Zeit hätte auch anders ausfallen können, doch wir atmen auf. Ignite bleiben eine der wichtigsten Bands des Hardcore-Genres. Wertung 9/10.