Was ist er denn nun? Schauspieler oder Rapper? Ice Cube letztes Album „War & Peace“ stammt aus dem Jahr 2000, seitdem hat er in zehn Filmen mitgespielt, damit sollte eigentlich alles klar sein. Doch Moment, auch „Laugh Now, Cry Later“ spricht eine eindeutige Sprache, nämlich dass er seit N.W.A. nichts an Biss verloren hat. Das liegt sicherlich auch an der erstklassigen Produktion des Albums, Scott Storch, Swizz Beatz oder Lil Jon machen die Beats, auf denen sich Ice Cube eben so richtig druckvoll entfalten kann. Inhaltlich gibt es von dem Westcoast-Rapper wenig neues. Mal schimpft Ice Cube gegen Bush und vergleicht diesen mit Saddam Hussein, das muss dann aber auch reichen mit Gesellschaftskritik. Zu den besten Nummer gehören „Go To Church“ mit Snoop Dogg und Lil Jon, das mit lockerem Beat unterlegte „Chrome Paint“ und die Hymne „Why We Thugs“. Nicht zu vergessen ist auch das exotisch klingende „Smoke Some Weed“ mit Oriental-Sound. Ice Cube darf man noch nicht von seiner Rechnung streichen, mit „Laugh Now, Cry Later“ und seinen 20 Tracks meldet sich der 36-Jährige eindrucksvoll zurück. Nicht alles kann hier 100-prozentig überzeugen, aber insgesamt macht das Album genau das, was Ice Cube auszeichnet, ordentlich Dampf. Wertung 8/10.