Wahrscheinlich haben sich Hundred Reasons fest vorgenommen mit “Kill Your Own” endgültig den Durchbruch zu schaffen. Nicht nur wurde die englische Band mit viel Vorschusslorbeeren ausgestattet und vom Musikmagazin Kerrang! bis zum geht nicht mehr gehypt, ihr neuestes Album erscheint sogar auf dem Label V2, wo unter anderem schon Bands wie Bloc Party, Paul Weller und die Stereophonics heimisch sind. Was soll da noch groß schief gehen? Bis zum fünften Song zumindest nicht viel. Mit seinem klaren Gesang, melodischen Gitarren und mitreißenden Melodien klingt das Album angenehm indierockig und erinnert, gerade wegen des ähnlichen Gesangs, sehr an Favez. Ab dem sechsten Song macht „Kill Your Own“ plötzlich eine Kehrtwende, wird wütend und aggressiv, der Gesang lauter und verzerrter und die Gitarren härter. Indierock mit Screamo-Touch? Nicht wirklich, ein Lied später ist wieder alles beim alten. Komisch. Songs wie beispielsweise „The Chance“ oder „Destroy“ wissen zwar zu gefallen, bleiben hier aber in der Minderheit. Wertung 6/10.