Scheinbar haben sich Hund am Strand in der Uni kennen gelernt. Das Gespräch im wahlweise Germanistik- oder Philosophieseminar ist dann wahrscheinlich wohl so verlaufen, „Hi, wie geht´s? Ich wollte dich schon immer mal ansprechen, habe mich aber vorher nie getraut. Sag mal, magst du Blumfeld? Ja?! Super, ich auch, dann lass uns doch einfach eine Band gründen!“ So oder ähnlich haben sich wohl Hund am Strand gegründet, wobei der etwas verunglückt klingende Bandname und der misslungene Albumtitel erstmal nichts Gutes verheißen lassen. So gesehen überrascht „Adieu Sweet Bahnhof“, und zwar mit passabel klingendem, deutschem Indiepop und zehn schnörkellosen, gerade aus und auf den Punkt gebrachten Songs, beeinflusst von oben genannter Band und den Pixies. Balladen findet man hier keine, es geht es immer sehr flott und kurzweilig zur Sache. Holprige und unsinnige Textstellen, wie z.B., „Mein Penis in der Tasche/Es knistert in der Flasche/So laufen wir durch die Innenstadt/Ich und mein Baby/Jeder will uns sehn/Denn wir sind so wunderschön zu zweit“ verwirren. Einige Songs wie z.B., „Erklär mir die Welt“ oder „4 Akkorde“ stechen zwar heraus und gute Ansätze kann man ebenfalls über das gesamte Album hinweg heraushören, doch leider reicht das nicht um den durchschnittlichen Gesamteindruck von „Adieu Sweet Bahnhof“ zu revidieren. Schade. Wertung 6/10.