Es ist definitiv eines der spannesten Debüts dieses Jahr, und gerade deshalb ist es schade, dass das Release des Albums des UK-Gespanns von Anfang Februar einige Monate nach hinten verschoben wurde. Aber das Album ist viel zu spannend, als dass wir jetzt schweigen und schließlich hat auch schon die Single „Wishing Stone“ das Licht der Welt erblickt. Es ist der Gesang von Juanita Stein der hervorsticht, der etwas der Laszivität der frühen Morcheeba-Werke hat, etwas von PJ Harvey, etwas durchdringendes. Die Howling Bells spielen die Musik der Nacht, die Musik der dunklen Gassen, die Musik kleiner verwinkelter und verrauchter Bars. Musik die frei macht, Musik die träumt und gleichzeitig Musik die rockt. Die Gitarren treiben an, krachen und rumoren, nicht immer, nie laut und immer im Hintergrund, aber genau so, dass die Songs nicht glatt wirken, sondern mit ihren Kanten, Ecken und Unebenheiten, anstossen und aufwecken. Die zwölf Nummern ziehen in die Tiefe, in einen Strudel, undurchsichtlich Klangwelten umgeben einen und über allem schwebt Juanitas Stimme. Davon hören wir gerne noch mehr. Wertung 9/10.