Nun also das zweite Kapitel und ich bin überzeugt davon, dass noch weitere folgen werden. Drummer, Produzent und Komponist Sam Gilly hat mit seinen Mitmusikern allerhand zu tun, ob live oder im Studio. Album Nummer eins hatte einen guten Einblick in das Who-is-who der aktuellen Reggaesänger aus Deutschland gegebent: Uwe Banton, Nattyflo, Ganjaman, Jahcoustix, Conscious Fiyah, Jah Meek und viele weiter - diesmal geht man es jedoch betont internationaler an. Es sind Namen wie Mykal Rose (eine Stimme Black Uhurus) oder Ranging Joe (versierter Rub-A-Dub-Styler) zu bewundern. Der Vibe zwischen den Mikrophongästen, insgesamt 15, und der Band stimmt jederzeit und die Riddims gleiten anstatt zu stampfen. Dennoch ist der Einstieg mit Luckie D’s „Tragedy“ und Tolgas „Don’t You Wanna“ nicht wirklich überzeugend. Ziggi ragt mit seinem Beitrag „Rocky Road“ für mich heraus und Cali P. hat mit „Keep In Touch“ einen absoluten Ohrwurm eingesungen. Ebenfalls sehr erfreulich ist die Tatsache, dass auch Rebellion The Recaller mit von der Partie ist. Sein „Devine Culture“ schließt die Platte stilvoll ab. Dazwischen gibt es grundsolide Tracks, die mich allerdings nicht wirklich fesseln können. Conscious-Reggae-Freunde sollten auf jeden Fall reinhören, Ab-und-zu-Hörer lege ich eher das erste Album ans Herz.