Hope of The States – Left Red Ink / Rough Trade VÖ 11.08.2006
Ganz viel vorgenommen hatten sich die britischen Hope of The States mit „Left“, denn mit ihrem zweiten Album wollten sie musikalisch etwas komplett Neues machen. Auch wenn viele Bands das von sich behaupten, muss man in diesem Fall tatsächlich sagen: Es ist ihnen gelungen. Der dominante Postrock-Einfluss des Debütalbums wurde weitestgehend über Bord geschmissen und durch einen mit Streichern angereicherten Britpop Sound ersetzt, der sehr an britische Landsmänner wie The Verve oder Pulp erinnert. Dabei fällt besonders positiv auf, dass „Left“ durch diese Gewichtung viel präziser und fokussierter als der Vorgänger klingt. Der Postrock-Einfluss wird hier vielmehr als geschickte Ergänzung zu den eigentlichen Popsongs des Albums verwendet und verleiht diesen, gerade durch den Einsatz von Streichern und einem 25köpfigen Orchester, eher epische Qualitäten anstatt in einer schrecklichen Postrock-typischen Beliebigkeit auszuarten. Dabei entwickeln gerade Songs wie „The Good Fight“ eine Ausstrahlung, Wärme und Intensität, die mit jedem Hören immer mehr fasziniert. Ein wirklich schönes Album. Wertung 8/10.