Dass Matt Skiba eine Vorliebe für die dunkle Seite des Lebens, das Morbide und den Tod hat ist ja eigentlich nichts großartig Neues. Die letzten beiden Alkaline Trio Alben mit ihrer Gothic-lastigen Metaphorik machten das für jeden wohl mehr als klar. All das hat Skiba aber anscheinend noch nicht gereicht, denn mit seinem Seitenprojekt Heavens und deren Debütalbum „Patent Pending“ scheint der Alkaline Trio Sänger und Gitarrist, in Zusammenarbeit mit Josiah Steinbrick, dieses Faible abseits aller Zwänge endlich mal richtig ausleben zu können. Musikalisch unterscheidet sich Heavens dann auch grundlegend von Alkaline Trio – Punksongs findet man mit Ausnahme des Titelstücks überhaupt nicht, vielmehr Drumcomputer, Keyboards, 80er-lastige Elektro Sounds und die klagende Stimme Skibas, die über allem geisterhaft und unheimlich schwebt. Gerade der Einfluss von Bands wie den Sisters of Mercy lässt sich besonders gut raushören. Eigentlich nichts neues, könnte man denken, wäre da nicht Skibas Stimme, die einfach nur geschaffen scheint für den dunklen 80er Elektro-Pop der Band. Wirklich unglaublich wie melancholisch und herzzerreißend Songs wie „Heather“ oder „Dead End Girl“, von Skibas zurückhaltender Stimme gesungen, doch sein können. Mit einem solch unglaublich guten Album hätte wohl niemand gerechnet. Mehr als beeindruckend. Wertung 9/10.