Wer schlägt „Casino Royale“ und James Bond? „Happy Feet“ natürlich. Zugegebenermaßen nur ganz knapp, aber es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Animationsfilme der Sorte Pixar Kassenschlager sind. Nun kommt „Happy Feet“, die lustige Reise der Pinguine, gar nicht aus dem Hause Pixar: Es ist das erste Mal, dass auch die Konkurrenz mit Animation so richtig punkten kann. Gar nicht punkten kann leider der passende Soundtrack. „Happy Feet - Music From The Motion Music“ macht den gleichen Fehler, den viele Soundtracks machen: Liebloses Booklet, Tracklist ohne Zusammenhang, kein Mehrwert. Die bekannten Namen sollen es richten: Prince, Pink, Brittany Murphy, The Beach Boys, Robin Williams oder Nicole Kidman. So wurden kurzerhand die Schauspieler (bzw. Stimmen) aus dem Film zum Singen verdammt. Im Fall von Brittany Murphy oder Nicole Kidman ist das zwar nicht wirklich schlecht, aber eben auch kein echtes Highlight. Das Füllmaterial, wie ein nerviger Song von Nachwuchs-Popsternchen Gia Farrell, begeistert auch wenig. Positiv ist zu vermerken, dass Prince mit „The Song Of The Heart“ ein Stück eigens für diesen Film schrieb und dieses Stück auch mit seinem Charme glänzen kann. Auch Pink sieht auf dem von Stevie Wonder geschriebenen „Tell Me Something Good“ nicht ganz schlecht aus. Insgesamt ist das aber zu wenig als Kaufargument für ein ganzes Album. Wertung 5/10.